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Flagpole Guides

Arten von Fahnenmasten in der Schweiz – ein Überblick

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Ein Fahnenmast ist nicht einfach eine Stange. Je nachdem, ob die Fahne im Garten, an der Fassade, auf dem Dach oder vor einem Firmengebäude weht, und ob sie täglich gehisst oder dauerhaft hängen soll, kommen andere Bauarten in Frage. Nach der Heimgartner Fahnen AG reicht die Auswahl in der Schweiz von 4 bis 10 Metern Höhe, wobei Masten zwischen 7 und 9 Metern besonders verbreitet sind. Die wichtigsten Arten im Überblick.

Mast mit aussenliegendem Seilzug

Fahnenmast mit Schweizerfahne am Seeufer vor der alten Sust in Horgen am Zürichsee
Fahnenmast an der Sust in Horgen. Foto: Roland zh, Horgen - Sust - Zürichsee 2010-06-01 17-30-46 ShiftN / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, zugeschnitten

Der klassische Fahnenmast: ein konischer oder zylindrischer Mast, meist aus Aluminium, mit einer Rolle an der Spitze und einem Seil aussen am Mast, das unten an einer Klampe festgemacht wird. Die Fahne wird mit Karabinern am Seil befestigt und hochgezogen. Diese Bauart ist einfach, günstig und lässt sich leicht warten. Die Fahne lässt sich auf jede Höhe setzen, also auch auf Halbmast. Nachteile: Das Seil kann bei Wind gegen den Mast schlagen, und die Fahne lässt sich von allen herunterholen.

Mast mit innenliegendem Seilzug

Beim innenliegenden Seilzug läuft das Seil im Inneren des Mastes und wird hinter einer abschliessbaren Klappe im unteren Teil bedient, manchmal mit einer Kurbel. Das hat drei Vorteile: Die Fahne ist vor unbefugtem Herunterholen geschützt, das Seil schlägt nicht gegen den Mast, und der Mast wirkt aufgeräumter. Diese Bauart ist vor Firmen, Schulen und Gemeindehäusern verbreitet. Auch hier ist Halbmast möglich.

Auslegermast

Ein Auslegermast trägt an der Spitze einen waagrechten, oft drehbaren Ausleger, an dem eine hochformatige Fahne hängt. Die Fahne bleibt so auch bei Windstille in voller Grösse sichtbar, was sie für Werbe- und Firmenfahnen beliebt macht. Die Heimgartner Fahnen AG rät bei Auslegerfahnen zu einem Mast, der doppelt so hoch ist wie die Fahne. Halbmast ist nur möglich, wenn sich der Ausleger mit der Fahne absenken lässt. Mehr dazu im Ratgeber zu den Fahnenarten.

Kippmast und Bodenhülse

Viele Masten stehen in einer Bodenhülse, die im Betonfundament einbetoniert ist. Der Mast lässt sich herausziehen, etwa für die Wartung oder im Winter. Beim Kippmast ist der Mast unten mit einem Gelenk am Fundament befestigt und lässt sich umlegen, sodass Seil, Rolle und Knopf am Boden erreichbar sind, ohne Leiter. Das ist besonders bei hohen Masten praktisch. Mehr dazu im Ratgeber zur Technik des Fahnenmasts.

Teleskopmast

Ein Teleskopmast besteht aus ineinander geschobenen Segmenten und lässt sich ausziehen und zusammenschieben. Er ist für Ferienhäuser, Campingplätze, Feste und den mobilen Einsatz gedacht, oft mit einem Bodenspiess oder einer Halterung. Er ist leichter und weniger stabil als ein fester Mast.

Fassaden-, Balkon- und Dachmasten

Wandhalter aus Messing für Fahnenstangen
Wandhalter für Fahnenstangen. Foto: Grzegorz W. Tężycki, Kraków ~22lpfmoc / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, zugeschnitten

An Häusern ohne Garten sind Fassadenstangen und Balkonhalter verbreitet, an denen eine Fahne schräg oder waagrecht absteht. In der Schweiz hängen am 1. August besonders viele Hängefahnen an Fassaden und Balkonen; das Fahnenreglement der Armee sieht vor, dass schweizerische Fahnen dabei so aufgehängt werden wie das entsprechende Wappen. Dachmasten werden auf Flachdächern oder am Dachrand befestigt und werden besonders sorgfältig verankert, weil die Windlast in der Höhe grösser ist.

Mehrere Masten

Schrebergärten in Zürich mit mehreren Fahnenmasten und einer Schweizerfahne
Fahnenmasten in Schrebergärten in Zürich. Foto: Paebi, Friesenberg Kleinalbis 03 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Vor vielen öffentlichen Gebäuden stehen drei Masten nebeneinander. Nach dem Fahnenreglement der Armee besitzen fast alle öffentlichen Gebäude in der Schweiz drei Fahnenmasten, je einen für die Schweizer-, die Kantons- und die Gemeindefahne. Wer mehrere Masten plant, wählt sie meist gleich hoch und gleich gebaut, damit die Fahnen auf derselben Höhe wehen. Wie die Fahnen verteilt werden, steht im Ratgeber zum Fahnenprotokoll.

Material und Höhe

Die meisten Fahnenmasten in der Schweiz sind aus Aluminium, daneben gibt es Masten aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), Stahl und Holz. Die Heimgartner Fahnen AG weist darauf hin, dass ein grösserer Durchmesser und eine grössere Wandstärke den Mast stabiler machen, und dass ein höherer Mast anfälliger gegenüber Unwettern ist. Mehr dazu in den Ratgebern zum Material und zur Höhe des Fahnenmasts.

Häufige Fragen

Welcher Fahnenmast ist für den Garten in der Schweiz verbreitet?

Im Garten sind Masten aus Aluminium mit 6 bis 8 Metern Höhe verbreitet, meist mit aussenliegendem Seilzug und in einer Bodenhülse im Betonfundament. Der Fahnenhändler top-fahnen.ch nennt für den Garten 6-Meter-Masten, für Privatgebäude und kleinere Betriebe 7 oder 8 Meter.

Was ist ein innenliegender Seilzug?

Beim innenliegenden Seilzug läuft das Seil im Inneren des Mastes und wird hinter einer abschliessbaren Klappe bedient. Die Fahne kann so nicht ohne Schlüssel heruntergeholt werden, und das Seil schlägt bei Wind nicht gegen den Mast.

Welcher Mast eignet sich für eine Hängefahne?

Für Hängefahnen gibt es Fassaden- und Balkonstangen sowie Masten mit einem Ausleger an der Spitze. An einem Auslegermast bleibt die Fahne auch bei Windstille in voller Grösse sichtbar, lässt sich aber nicht ohne Weiteres auf Halbmast setzen.

Warum stehen vor Gemeindehäusern oft drei Masten?

Nach dem Fahnenreglement der Armee besitzen fast alle öffentlichen Gebäude in der Schweiz drei Fahnenmasten, je einen für die Schweizerfahne, die Kantonsfahne und die Gemeindefahne.

Quellen

Der Ratgeber stützt sich auf folgende Quellen: